Die neuesten fünf Galerie-Fotos (zum Vergrößern anklicken):                                                                 Die neuesten 48 Fossilien    Neue Kommentare

Geschrieben am 17/06/2018, 11:39 von Sönke Simonsen
caturus-von-ebayHin und wieder gelangen über Sammlungsauflösungen, Fossilienbörsen oder - wie in diesem Fall - Internet-Auktionshäuser Altsammlungsstücke in den Wirtschaftskreislauf. Nicht selten entspricht die Aufbereitung der Altpräparate nicht mehr den heutigen Anforderungen, was nicht zuletzt auch mit der Verfügbarkeit neuer Technologien für die heutige Sammlergeneration zusammenhängt. Wer ein geschultes Auge hat, erkennt, welche Stücke "hinüber" sind und welche noch Potenzial für eine präparatorische Überarbeitung haben. Manchmal ist, etwa bei der Auswertung verschwommener Fotos, auch ein wenig Rätselraten und Risiko beim Einkauf dabei. Im vorliegenden Fall konnte Udo Resch über Ebay einen mit 13,5 cm länge recht kleinen Caturiden erwerben, bei dem vor allem die Matrixgestaltung noch viel "Luft nach oben" bot - immerhin, es war genug Gestein für die anzustrebende Generalüberholung verfügbar. Auch am Fossil selbst konnte noch eine Nachbearbeitung vorgenommen werden. So entstand innerhalb von nur sechs Stunden aus einer unansehnlichen Trümmerlandschaft ein ästhetisches Exponat, bei dem das in den Mittelpunkt gerückt wurde. Wie der Autor das in der Kürze der Zeit hinbekommen hat, ist im Bericht nachzulesen.
Geschrieben am 04/06/2018, 21:42 von Michael Brenner
moenDie 217 Quadratkilometer große dänische Ostseeinsel Møn liegt zwischen der Südspitze Seelands und der Ostspitze Falsters. Sie ist um einiges kleiner als Rügen (926 Quadratkilometer), jedoch bietet sie ähnlich spektakuläre Kreideklippen und vergleichbare Fundmöglichkeiten für Fossilien der Oberkreide wie Rügen. Spektakulär ist besonders Møns Klint, ein Kreidefelsen im Osten der Insel, der sich 128 Meter hoch über den Meeresspiegel erhebt. Zum Vergleich: der vielen bekannte Königsstuhl auf Rügen ist 118 Meter hoch. Da die Küste von Møn stellenweise ausgesprochen hoch und steil ist und örtlich sehr nah ans Wasser der Ostsee heranreicht, ist beim Fossilien suchen Vorsicht geboten. Man sollte stets soviel Abstand wie möglich vom Kliff halten und insbesondere nach Starkregen und Frost abwarten bis die Küste sich beruhigt hat. Abbrüche können sich grundsätzlich in allen Jahreszeiten und bei jeder Wetterlage ereignen, doch steigern die vorgenannten Bedingungen die Erosionsgeschwindigkeit und somit die Gefahr von Steinschlag erheblich. Im Bericht zeigt der Autor seine Funde eines mehrtägigen Besuchs, die ein typisches Spektrum der Kreidefossilien der Insel umfassen. Zusätzlich wurden bei der Suche auch einzelne Geschiebefossilien entdeckt. Ein Exkursionsbericht, der Lust auf Meer und Lust auf Møn macht!
Geschrieben am 22/05/2018, 19:28 von Sönke Simonsen
baustelle-omIm Mai entdeckte der Autor auf der Durchreise durch Unterfranken eine Straßenbaustelle mit Gesteinsaushub. Eine Stippvisite ergab, dass der Aushub tatsächlich - wie per Ferndiagnose von der Autobahn aus bereits vermutet - Fossilien der Ceratitenschichten des Oberen Muschelkalks beinhaltete. Neben Ceratiten konnten in der Kürze der Zeit Belegstücke von Germanonautilus, Spurenfossilien und Muscheln gesichtet werden. Die Erhaltungsqualität der Funde erwies sich, u. a. der oberflächennahen Lagerung der Schichten geschuldet, als eher mäßig. Dennoch soll der temporäre Aufschluss kurz vorgestellt werden, da z. B. Sammeleinsteiger hier eine Chance haben erste Erfahrungen im und einige Belegstücke aus dem Oberen Muschelkalk zu sammeln. Inzwischen waren drei weitere Steinkern-Leser vor Ort, die jeweils einen aktuellen Sachstand mitteilten, der im Bericht Aufnahme gefunden hat.
Geschrieben am 17/05/2018, 14:23 von Udo Resch
tote-winkel-koneprusiaKoneprusien gehören im Hinblick auf die Präparation zu den Höchstschwierigkeiten unter den marokkanischen Devon-Trilobiten. Der Autor beschreibt den Präparationsprozess daher treffend als "Selbstkasteiung" - es war auch wirklich knifflig. Und dies obwohl er mit einem Individuum von 55 mm Körperlänge ein verhältnismäßig großes Exemplar vor sich hatte. Die Stacheln bei der vorliegenden Form sind allerdings so angeordnet, dass es bei der Präparation ziemlich viele tote Winkel gibt - so konnten die Einzelteile erst sehr spät zusammengeklebt werden, als bereits das Meiste freigelegt war. Das Fossil hatte zunächst anpräpariert über ein Jahrzehnt im Rohmateriallager überdauert, bevor es fertiggestellt wurde - somit fehlt die Dokumentation des Ausgangszustands des Rohlings, während die späteren Arbeitsschritte in gewohnter Manier fotografisch festgehalten wurden. Eine positive Überraschung beim Beschlagen des Gesteins zum Zwecke des Formatierens gab es auch noch, diese bestand in der Entdeckung eines Phacopiden.
Geschrieben am 27/04/2018, 12:09 von Udo Resch
sockelpraesentationDie Ideallösung zur Präsentation von Fossilien ist sicherlich, diese auf einem passend formatierten Sockel des Einbettungsgesteins zu präsentieren. Jedoch ist diese Möglichkeit nicht bei jedem Gesteinsuntergrund und jeder Fundsituation gleichermaßen gegeben, zudem wird eine Sammlung auf Dauer schnell zu raumgreifend, wenn selbst Kleinfossilien stets mit anhaftendem Gestein geborgen werden würden. Somit ergibt sich mit der Zeit an vielen Fundstellen ein Fundus isolierter Stücke, der in die Hunderte geht. Will man diese nicht lediglich als Systematik-Sammlung in einer Schublade auf kleine Schachteln verteilt verstauen, stellt sich die Frage nach geeigneten Sockeln für eine Vitrinenpräsentation. Der Autor strebte eine solche Präsentation an und machte sich auf die Suche nach einer kostengünstigen Alternative zu den verbreiteten Acrysockeln. Er fand eine einfache und praktische Lösung, die er im Artikel vorstellt. Man benötigt nur kleine Mosaiksteinchen, Filzgleiter gleicher Größe und eine Heißklebepistole zum Aufsockeln. So lassen sich kleine Fossilien oder auch Mineralien individuell in Szene setzen. Die Verbindung lässt sich bei Bedarf mit heißem Wasser wieder auflösen.

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