Die neuesten fünf Galerie-Fotos (zum Vergrößern anklicken):                                                                 Die neuesten 48 Fossilien    Neue Kommentare

Geschrieben am 17/05/2018, 14:23 von Udo Resch
tote-winkel-koneprusiaKoneprusien gehören im Hinblick auf die Präparation zu den Höchstschwierigkeiten unter den marokkanischen Devon-Trilobiten. Der Autor beschreibt den Präparationsprozess daher treffend als "Selbstkasteiung" - es war auch wirklich knifflig. Und dies obwohl er mit einem Individuum von 55 mm Körperlänge ein verhältnismäßig großes Exemplar vor sich hatte. Die Stacheln bei der vorliegenden Form sind allerdings so angeordnet, dass es bei der Präparation ziemlich viele tote Winkel gibt - so konnten die Einzelteile erst sehr spät zusammengeklebt werden, als bereits das Meiste freigelegt war. Das Fossil hatte zunächst anpräpariert über ein Jahrzehnt im Rohmateriallager überdauert, bevor es fertiggestellt wurde - somit fehlt die Dokumentation des Ausgangszustands des Rohlings, während die späteren Arbeitsschritte in gewohnter Manier fotografisch festgehalten wurden. Eine positive Überraschung beim Beschlagen des Gesteins zum Zwecke des Formatierens gab es auch noch, diese bestand in der Entdeckung eines Phacopiden.
Geschrieben am 27/04/2018, 12:09 von Udo Resch
sockelpraesentationDie Ideallösung zur Präsentation von Fossilien ist sicherlich, diese auf einem passend formatierten Sockel des Einbettungsgesteins zu präsentieren. Jedoch ist diese Möglichkeit nicht bei jedem Gesteinsuntergrund und jeder Fundsituation gleichermaßen gegeben, zudem wird eine Sammlung auf Dauer schnell zu raumgreifend, wenn selbst Kleinfossilien stets mit anhaftendem Gestein geborgen werden würden. Somit ergibt sich mit der Zeit an vielen Fundstellen ein Fundus isolierter Stücke, der in die Hunderte geht. Will man diese nicht lediglich als Systematik-Sammlung in einer Schublade auf kleine Schachteln verteilt verstauen, stellt sich die Frage nach geeigneten Sockeln für eine Vitrinenpräsentation. Der Autor strebte eine solche Präsentation an und machte sich auf die Suche nach einer kostengünstigen Alternative zu den verbreiteten Acrysockeln. Er fand eine einfache und praktische Lösung, die er im Artikel vorstellt. Man benötigt nur kleine Mosaiksteinchen, Filzgleiter gleicher Größe und eine Heißklebepistole zum Aufsockeln. So lassen sich kleine Fossilien oder auch Mineralien individuell in Szene setzen. Die Verbindung lässt sich bei Bedarf mit heißem Wasser wieder auflösen.
Geschrieben am 23/04/2018, 16:00 von Oliver Frank & Florian Kramm
dietkirchenIm Jahr 2017 wurde in Dietkirchen östlich von Neumarkt ein Silo errichtet. Hierbei kam es zu Erdbewegungen, die der ortsansässige Co-Autor des Artikels frühzeitig mitbekam. Durch die Berichterstattung im Oberjura-Forum von Steinkern.de unter dem die Suchtätigkeit treffend beschreibenden Titel "Das Kriechen nach Belegstücken" ergab sich der Kontakt zwischen den beiden Autoren des Artikels und sie gingen - mit der freundlichen Erlaubnis des Landwirts - fortan mehrmals gemeinsam auf die Suche im Bauaushub. Relativ schnell ließ sich, auch mithilfe der Mitglieder des Forums, die Stratigrafie des Aufschlusses entschlüsseln. Zahlreiche Exemplare des Ammoniten Dichotomoceras bifurcatus ließen keinen Zweifel daran, dass sich der Großteil des Profils in der Bifurcatus-Zone des Oxfordiums (Oberjura) befand. Neben Ammoniten entdeckten die Autoren eine hochdiverse sonstige Schwammrifffauna, die im Bericht vorgestellt wird: von wenige Millimeter großen Seelilienkelchen bis hin zu über einen halben Meter großen Schwämmen war alles vertreten. Der erste Homepage-Bericht der beiden Autoren gewährt einen spannenden Einblick in die Lebewelt des oberpfälzischen Oxfordiums.
Geschrieben am 30/03/2018, 20:34 von Sönke Simonsen
hybridformIn diesem Bericht wird über die Präparation eines Ammoniten berichtet, den der Autor Anfang März 2018 am Stonebarrow Hill in Dorset fand. Das Stück stammt aus der Davoei-Zone der Green Ammonite Beds (Unterpliensbachium). Es handelt sich um eine Hybridform aus der Familie Liparoceratidae. Der Ammonit ist bedauerlicherweise nicht ganz vollständig eingebettet worden. Obwohl es sich somit nicht um ein "Topstück" handelt, wurde aufgrund der relativen Seltenheit dieser interessanten Formen über die Präparation "live" als Fortsetzungsgeschichte berichtet. Nach rund 24 Stunden Präparationsarbeit ist die eigentliche Präparation nun beendet, lediglich das Einlassen mit einem Steinpflegemittel und eine Überarbeitung der Restauration stehen noch aus. Trotz einiger Schwächen ist ein insgesamt aussagekräftiges und im Großen und Ganzen auch ansehnliches Exponat entstanden.

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